degewo netzWerk GmbH

Power-to-Heat-Anlage als Backup und "degewo-Zukunftshaus" mit Plus-Energie-Konzept

Im Rahmen von WindNODE bringt die degewo netzWerk GmbH zwei Vorhaben ein:

1. In Berlin-Lankwitz ist degewo netzWerk GmbH Eigentümer und Betreiber einer Wärmeerzeugungsanlage für ein in 2016 neu errichtetes Wohngebäude mit 47 Wohneinheiten. Die Anlage nutzt Holzpellets als Brennstoff für die Wärmeversorgung. Um die Versorgungssicherheit der Wärmeversorgung zu steigern, wurde eine Power-to-Heat-Anlage (PtH-Anlage 48 kW) als Backup-Lösung installiert. Ein geeignetes Regelkonzept, das mit den Zielen von WindNODE und SINTEG abzustimmen ist, soll neben dem primären Ziel der Backup-Lösung auch die Netz-/Systemdienlichkeit gewährleisten. Zusätzlich ist herauszuarbeiten, ob und unter welchen Umständen die Energiebereitstellung über die PtH-Anlage ökologisch und ökonomisch der Wärmeversorgung mit Holzpellets vorzuziehen ist und wie sich dies im Regelkonzept realisieren lassen würde.

2. Was beim klimafreundlichen, energieeffizienten Wohnen möglich ist, erleben Mieterinnen und Mieter seit 2017 tagtäglich im „degewo-Zukunftshaus“ in der Havensteinstraße 20/22. Dort ist degewo netzWerk GmbH Eigentümer und Betreiber der Energieerzeugungsanlagen im "degewo-Zukunftshaus", einem Bestandsgebäude aus den 50’er Jahren mit 64 Wohneinheiten. degewo hat für dieses Haus mit Unterstützung der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Form einer Pilotlösung ein Plus-Energie-Konzept entwickelt. Das Haus im Berliner Stadtteil Lankwitz wurde von degewo nach höchsten Standards energetisch saniert, um den Verbrauch deutlich zu senken. U.a. wurden dreifach verglaste Fenster eingebaut. Heute versorgt sich das Haus überwiegend selbst mit Energie aus Photovoltaik auf dem Dach und an der Fassade sowie Kombimodulen für PV und Solarthermie. Die Wärme wird in einem Erdspeicher saisonal gespeichert und über Wärmepumpen auf ein nutzbares Niveau gebracht, der erzeugte Strom wird zur Wärme- und Stromversorgung von Haus und Mietern (Angebot von Mieterstrom) genutzt. Im Zeitraum 2017 bis Juli 2020 konnten im Rahmen eines geförderten Monitoringprojektes durch die HTW wertvolle Erkenntnisse beim Betrieb des Hauses und seiner Anlagentechnik gewonnen, der Abschlussbericht der HTW dazu wird vom Projektträger Jülich veröffentlicht werden.“

 
 

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