Großwärmespeicher für maximale Flexibilität 

Power-to-Heat-Anlage  

Die Stadtwerke Hennigsdorf GmbH sind ein 100 Prozent kommunales Unternehmen und versorgen über ein 50 Kilometer langes Fernwärmenetz 80 Prozent des Wohnungsbestandes von Hennigsdorf und 70 Prozent der kommunalen Einrichtungen und der Industrie- und

Gewerbebetriebe mit Fernwärme.

 

Bereits heute wird die Hälfte der Wärme CO -neutral in einem Biomasseheizkraftwerk und einem Bioerdgas-BHKW produziert. Das Klimaschutzkonzept der Stadt Hennigsdorf stellt das Ziel einer mittelfristigen CO -freien Fernwärmeversorgung.

 

Um das Ziel der nahezu vollständigen regenerativen Wärmeerzeugung zu erreichen, gilt es, durch die intelligente Verknüpfung neuer technologischer und wissenschaftlicher Ansätze unter Nutzung der regionalen Ressourcen, alle Quellen auszuschöpfen. Dazu gehört auch die sektorübergreifende Nutzung von regenerativem Überschussstrom im Wärmenetz.

 

Neben der Umsetzung zahlreicher Optimierungsmaßnahmen im Fernwärmenetz, der Nutzung industrieller Abwärme aus dem Stahlwerk und der Einbindung solarthermischer Anlagen, soll die Errichtung einer PtH-Anlage von 10 MWel zu einer der tragenden Säulen zur Erreichung der CO2-neutralen Wärmeversorgung werden. Um die notwendige Flexibilität zwischen der Wärmeerzeugung aus den Anlagen und dem davon abweichenden Bedarf des Wärmenetzes herzustellen, wird ein Großwärmespeicher errichtet.

Es werden mögliche Flexibilitätsoptionen auf technischer und wirtschaftlicher Ebene identifiziert und bewertet. Angebote zur Nutzung der Flexibilität, die im Rahmen des WindNODE-Konsortiums erarbeitet werden, sind nach technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Kriterien zu bewerten. Schnittstellen sind zu identifizieren und in der Praxis zu erproben.

 

Ziel des Projektes ist es, in Zeiten mit regenerativem Überschussstrom entsprechende Preissignale der Vermarktungsplattform nutzen zu können, um den Strom im Wärmenetz einzusetzen und damit die Wärmeerzeugung auf Basis konventioneller Energieträger weiter zu reduzieren.

Die Stadtwerke Hennigsdorf möchten durch den Nachweis der Praxistauglichkeit der gewählten Lösungsansätze ein breitenwirksames, nachahmenswertes Praxisbeispiel für die Fernwärmeversorgung mittelgroßer Städte schaffen. Die Errichtung von Wärmespeicher und PtHAnlage wird 2018 erfolgen.

 
 

Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW)
im Verband kommunaler Unternehmen (VKU)

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