Windspeicher statt Nachtspeicher 

Dezentrale Kleinanlagen  

Der Verteilnetzbetreiber WEMAG Netz GmbH versorgt in einem rund 8.000 km²  großen Versorgungsgebiet Netzregionen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Niedersachsen.

Das Versorgungsgebiet ist durch seine geringe Bevölkerungsdichte und hohe regenerative Erzeugerleistung geprägt. Diese Kapazitäten entsprechen einer bilanziellen Vollversorgung mit regenerativen Quellen.

In drei Arbeitspaketen verfolgt die WEMAG Netz GmbH im WindNODE-Projekt mehrere konzeptionelle Ansätze zur Optimierung des Stromnetzbetriebs, der unter dem Einfluss zunehmender dezentraler Erzeugerleistung und dem Aufwuchs flexibler Netznutzer, E-Mobilität oder Energiespeichern steht.

Das Teilprojekt "SMART Capital Region 2.0 - Optimierte Prognose- und Laststeuerverfahren im Smart Grid" dient der Optimierung in Hinblick auf ein intelligentes und ressourcenschonendes Energiemanagement. In Kooperation zwischen der WEMAG Netz GmbH und der BTU Cottbus-Senftenberg ist geplant, die von der Universität entwickelte IKT-Plattform "Smart Capital Region 1.0" um das Netzgebiet in Mecklenburg-Vorpommern zu erweitern.

Das zweite Projekt "Komponenten für den optimierten Netzbetrieb: Dynamische Blindleistung" beinhaltet konkrete Maßnahmen zur aktiven Blindleistungssteuerung , um die Stellpotenziale dezentraler Erzeugungsanlagen für den Netzbetrieb nutzbar zu machen. Geplant ist eine zentrale Steuerung über das Leitsystem, die auch auf wachsende Regelanforderungen aus dem Übertragungsnetz reagieren kann. Die Wirksamkeit der Maßnahme soll an einem Demonstrator nachgewiesen werden.

Das dritte Teilprojekt "PtH-Anwendungen (Power-to-Heat) für dezentrale Kleinanlagen – Windspeicher statt Nachtspeicher" beschäftigt sich mit Laststeuerverfahren und der Ertüchtigung von bestehenden Nachtspeicheröfen im Netz der WEMAG Netz GmbH. In einem Feldversuch sollen Bestandsanlagen über eine moderne Ansteuereinheit zur steuerbaren Last umfunktioniert werden. Es wird untersucht, welche netz- und energiewirtschaftlichen Potenziale in derartigen PtH-Anlagen stecken. Fundierte Tests an ertüchtigten Einzelanlagen dienen als Grundlage für Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Erweiterungsszenarien der vorhandenen Infrastruktur und Strompreismodellen für das Energiesystem der Zukunft.

Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW)
im Verband kommunaler Unternehmen (VKU)

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